Shine Baby shine…

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Na, wie gut ist die Werbung in Euren Kopf eingedrungen? Ich finde JR in der Solarzellenwerbung klasse und schon sind wir beim Bezug – ich bin in Dallas gelandet.
Allerdings scheint die Sonne nicht mehr und die Schlechtwetterfront zieht deutlich wieder auf. (Gestern war übrigens in Little Rock Tornado-Alarm…)

Einen Teil der Fahrt habe ich über einen Beitrag der frisch verheirateten Frau Chiefjudy nachgedacht, die eine eher unangenehme Begegnung mit einem vermeindlichen Amerikakenner und -hasser hatte. Und irgendwie kommen mir die Dinge sehr bekannt vor…

Während die Amerikaner nicht viel über uns Deutsche wissen (weil sie genug mit sich selbst beschäftigt sind und sich auch nicht über jeden Pfurz einen Riesenkopf machen müssen) besteht eigentlich das Bild von fleissigen, gründlichen Menschen in einem sauberen und hübschen Land mit wunderbaren historischen Gebäuden und der Autobahn, die tolles Bier brauen und trinken. Und wenn ich sie dann als Besucher in München habe sind sie alle begeistert weil es genau so ist und noch viel schöner und weil sie noch mit einer unerwarteten Gastfreundschaft konfrontiert werden die es schwer macht wieder zurückzufliegen.

Die andere Perspektive ist das genaue Gegenteil. Es gibt so viele Informationen über die USA und dann noch all die Fernsehserien, die Klamotten, Musik und McDonalds und Cola und und und. Also bilden sich Leute die noch nie in den Staaten waren ein etwas zu wissen, weil sie es im Fernsehen gesehen oder in der Zeitung gelesen oder einfach nur von Irgendjemand gehört haben. Und so entstehen auf falschem Wissen oder Halbwissen Vorurteile bei denen mir die Haare zu Berge stehen!

Nach mehreren Jahren USA und etwa 100.000 km auf amerikanischen Strassen habe ich langsam das Gefühl dem echten Amerika ein Stückchen näher zu kommen. Ein Land das mich mit jedem abbröselnden Stück Hochglanzfasade mehr fasziniert und das immer einen großen Platz in meinem Herzen haben wird. Mit all seinen Fehlern und all den wunderbaren Dingen und Menschen die es hier auch gibt.

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11 Antworten to “Shine Baby shine…”

  1. Da kann ich nur zustimmen!

  2. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können!

  3. Vergessen Sie nicht die Deutschen, die den Amerikanern jegliche Kultur absprechen, weil diese eine andere Art haben, mit Messer und Gabel zu essen…

    Mittlerweile zucke ich da nur noch mit den Schultern. Es ist muessig, mit solchen Leuten zu diskutieren. Das wollen die naemlich gar nicht – sondern nur ihre Vorurteile bestaetigt bekommen. Die Zeit spar ich mir (und die Nerven auch). Schade ist es schon…

    • Soweit bin ich leider noch nicht – irgendwie versuche ich bilateraler Hobbybotschafter zu sein – hier für Deutschland und hauptsächlich Bayern begeistern und daheim vom wahren Amerika zu berichten. Ich mag halt beide Länder so sehr. Vermutlich muss ich eines Tages doch noch ins südliche Afrika auswandern, weil ich mich nicht entscheiden kann :mrgreen:
      Und was Essmanieren angeht, ist es in Deutschland auch nicht mehr so toll… Nur bei den blöden Plastikbechern und dem ständigen Chloreiswürfeln habe ich hier drüben auch meine Mühen…

      • Wenn ich jetzt erzähle, dass wir früher die Chloreiswürfel in den Rotwein getan haben? Dann fallen Sie vom Glauben ab, Herr Mendweg 😉

        Allerdings in Gläsern, nicht in Plastikbechern 😆

        (Und nein, mittlerweile tue ich das nicht mehr, zumal ich in D-land ja eh keine Chloreiswürfel bekomme…)

  4. Ich wurde am Anfang in Deutschland auch geschimpft, wenn ich die linke Hand beim Essen unter dem Tisch auf dem Oberschenkel verschwinden ließ. Mittlerweile sind aber irgendwie alle dran gewöhnt. Und ich bemühe mich, das nicht so oft zu tun…

    Aber ich wußte ja schon immer, dass ich ein Kulturbanause bin :mrgreen:

    • Ja…auch so ein Unterschied. Bei uns wird geschimpft…

      • Ich liebe die Amis und Amerika.
        Eben weil sie so unkompliziert sind.

        Ich bin mal vor einigen Jahren mit meiner Freundin und in Arbeitsklamotten (habe wie immer zu viel Arbeit und zu wenig Zeit gehabt) in ein sehr schickes Restaurant essen gegangen, eins von der Sorte, wo der Chef persönlich an den Tisch kommt und dir vorbetet was es gerade zu essen gibt.

        Auch wenn meine Arbeitsklamotten sehr cool waren und gut saßen, es waren Arbeitsklamotten.
        Von den Nachbartischen wurde rübergeschielt und getuschelt.

        Meine Freundin und ich hatten Spass und in den USA hätte das niemanden interessiert.

      • Im großen und ganzen JA – in guten Restaurants sind die allerdings auch ziemlich pingelig.
        Wo man es ganz krass merkt ist im Geschäftsbereich – da geht es wesentlich entspannter zu.

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