Der Abgang des Tages

Ich verstehe Steve Slater irgendwo und die Reaktionen in Facebook zeigen dass ich nicht alleine bin. Da hat man einen langen Tag als Flugbegleiter und landet in NY. Natürlich fordert man wie immer die Passagiere auf sitzen zu belieben und zu warten bis das Flugzeug seine endgültige Position erreicht hat.

Und natürlich muss wieder irgendein Idiot trotzdem aufstehen. Also geht man als armer Flugbegleiter hin und versucht den Mann dazu zu bewegen sich wieder hinzusetzen. Aber nicht nur dass der Passagier sich geweigert hat, Steven Slater ist auch noch zu allem Übel ein Koffer aus dem geöffneten Gepäckfach auf den Kopf gefallen.

Also ging Steven ans hintere Ende des Flugzeugs, hat via Sprechanlage dem Idioten erklärt dass er ihn für einen ebensolchen hält, sich drei Bierdosen geschnappt, den Notausgang geöffnet, das Flugzeug via Notrutsche verlassen und ist zum Angestelltenparkplatz und heim.

Dort wartete allerdings bereits die Polizei auf ihn und so sitzt er seit gestern Abend im Knast. Mir tut er leid und ich hätte stattdessen den Wichtigtuer der alles ausgelöst hat über Nacht ins Gefängnis gesteckt.

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20 Antworten to “Der Abgang des Tages”

  1. Okay Knast ist vielleicht ein bisschen hart…

  2. So was würde ich auch gerne mal machen! Hut ab!

  3. Über 16.000 Zustimmungen in Facebook.
    Der Text der Ansage war übrigens:
    „To the passenger who called me a motherfucker, fuck you.
    I’ve had it. That’s it.“

  4. aber….was er jetzt auf FB macht, könnte u.U. für ihn nach hinten losgehen……schade wäre es.

  5. I agree. 100%. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich so blöde Leute erlebt habe…

  6. Äh, der Satz da. Das kann ich normalerweise besser… 😉

  7. @ Frau Hirnwirr,
    ich bin ja nun Vielflieger und obwohl ich meine Amis liebe muss ich sagen dass zwischen Europa und USA was das Fliegen angeht WELTEN liegen. Das fängt beim Boarding an, das etwa doppelt bis drei mal so lange dauert wie in Europa, da unendlich viel Zeug in die Flieger reingezerrt wird und gleich ins erste beste overhead compartment gestopft wird – auch wenn man ganz hinten sitzt. Entsprechend irren die Leute ewig im Flieger rum um Platz fürihr Geraffel zu finden.
    Selbsterklärend das es beim Aussteigen ähnlich chaotisch abläuft wenn der Passagier von 2B sein Zeug aus dem Gepäckfach in Reihe 23 holen möchte…

    • oh….ich war ja letztens auch in den Staaten *kicher*….und ja, auch beim Boarding einer deutschen Provinzairline sah ich eine Amerikarin, die 3 mal hin uns her rannte und immer mehr Handgepäck reinschaffte……und in diverse Gepäckfächer verstaute…..Ich frage mich bloss, wieso man sie mit soviel Zeugs überhaupt durch die Kontrollen gelassen hat.

      Zum Glück saß sie aber recht weit weg von mir:-)

      • Also… das mit den Unmengen an Handgepäck kann ich erklären. NOT.
        Ich weiß nur, daß es mir selber auch immer extrem schwer fällt, zu entscheiden, was ich dann nicht vielleicht doch alles während des Fluges brauche *hust* Wobei die komischerweise bei den Kontrollen da gar nicht mehr so scharf sind. Hab ich zumindest den Eindruck. Sonst könnte man ja gar nicht so viel und so…
        Wobei wir früher ja immer noch sehr viel mehr mitgeschleppt haben. Ich weiß echt nicht mehr, wie das ging…

        Ich will allerdings mein Zeug bei mir haben, deshalb stopfe ich nur die compartments in meiner Nähe voll :mrgreen:

        Aber das Abspringen, bevor der Flieger überhaupt richtig den Boden berührt hat, das hab ich mir doch abgewöhnt. Ich glaub, ich bin schon zu sehr europäisiert 😯

        Ich als Flugbegleiter… nein, das lassen wir lieber. Ich wäre schon längst Amokgeflogen. Von daher – ich hoffe, der Kerl bekommt Unterstützung! 😉

  8. Inzwischen sind es über 125.000 Supporter bei Facebook, selbst die japaner berichten über Steven im Fernsehen und angeblich sind schon über 100.000 USD and Spenden eingegangen.
    Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben und ihm drohen bis zu 7 Jahre…

    • Dann bin ich mal gespannt, wie es weitergehen wird…..vielleicht wird er dann im Knast noch richtig reich:-)

      PS…sag mal, man merkt, dass Dir Deine Familie fehlt, gell?
      Wie lange ist es noch bis zum Tag X?

      • Das merkt man? Weil ich über schwule Flugbegleiter schreibe die rutschen gehen? Oder über kleine Gesangstalente?

        Natürlich fehlt mir meine Familie, aber ich bin es beruflich bedingt durchaus gewohnt auch mal eine Zeitlang alleine zu sein.

      • Nö, man merkt es überhaupt nicht:-)

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