Integrationsmutation

Heute mal wieder ein Tag mit schlaffen 900 km Autofahrt in den Süden.

Und?

Nix!

Völlig entspannt. Einfach so gemütlich cruisend mit vielen Telefonaten mit der Firma und Kunden in der mittleren Spur, bzw. einer der mittleren Spuren. Und das mir, einem ehemaligen Linkespuraufanschlagfahrer. Ich, der ich vor 15 Jahren in 3:11 von München nach Höhr-Grenzhausen im Westerwald gedüst bin.

Und ich muss gestehen – ich geniesse inzwischen diese Art Auto zu fahren. Keine Raser, keine Drängler kein Abbremsen und Beschleunigen. Es ist unglaublich entspannend, aber natürlich frage ich mich jetzt langsam wie reintegrationsfähig ich wohl in Deutschland bin? Frau Mendweg meinte neulich schon ich seie zum „Langsamfahrer“ mutiert und vermutlich hat sie recht. (Den verächtlichen Unterton habe ich mal überhört, weil wenn ich rase mag sie es auch nicht ;-)  )

Was wird wohl mit mir in Deutschland geschehen? Kommt das Tier mit den drei Reihen Fangzähnen wieder raus, oder verstecke ich mich ängstlich hinter den Spritzschutzlappen eines LKW ?

6 Antworten to “Integrationsmutation”

  1. Die linke Fahrspur ist in Deutschland für den Fahrer einer Bonzenschleuder unabdingbar. Aus rein Fahrspurtechnischen Gründen.

    Ansonsten: warte es ab und lass dich von dir selbst überraschen:-)

    und WTF hast Du in Höhr-GRenzhausen gemacht? Da war der Gaswächter mal zum Kegelausflug:-)

    …….eeek….Du hast da getöpfert! Stimmts?

  2. Die Frage ist ganz einfach zubeantworten :
    Du wirst wieder zum Tier ,
    mit einem Messer zwischen den Zähnen und
    wirst dich tierisch über die anderen
    “ Penner “ aufregen !!!

    Die Frage ist nur , wann ? Nach 50km , 500km
    oder nach 5 Tagen , 50 Tagen vielleicht auch
    erst nach 500 Tagen .

    Wenn Du allerdings den Literpreis der letzten
    Tankrechnung gut sichtbar im Armaturenbrett
    unterbringen könntest … .

  3. Naja, das gemuetliche Cruisen auf dem Highway ist ja gut und schoen, wenn hier nicht jede Menge „Penner“ auf normalen Strassen unterwegs waeren, die Angst haben, das Speed-Limit auszureizen und lieber noch 15 mph drunter bleiben. (Ich glaube, ich habe das schon mal gepostet…) Dann zuckelt man hinter einem uralten Ford-Pick-up hinterher (weil Ueberholmoeglichkeiten gibbet hier nur selten, ist halt zu gefaehrlich), der stinkt und wird nur noch von Rost zusammengehalten. Unterhaltung bietet da nur der Hund, der aus dem Beifahrerfenster der fahrenden Rostlaube schaut… Ich bin hier jedenfalls noch nicht integriert, was das Autofahren angeht. Beim Linksabiegen warte ich viel zu oft, bis das entgegenkommende Auto endlich „vorbeigecruised“ ist – ich gehe immer noch nach der Distanz und nehme die dazugehoerige deutsche Geschwindigkeit an – zur Strafe fuer meine Dussligkeit warte ich dann eben ewig. Come on, ICH freue mich jedenfalls schon auf den Sommerurlaub in Deutschland, wo eine Beschleunigungsspur eine Beschleunigungsspur ist, ich endlich mal wieder richtig autofahren darf, ein Auto, was nicht so weich gefedert ist und deshalb bei der kleinsten Kurve ins Schleudern kommt – egal was fuer eine Kiste mir die Mietwagenfirma zuteilt… Und ich bin an sich kein „Strassenrambo“, dafuer hab ich Zeugen😉

  4. Liebe Frau Anja,
    die beschriebene Situation kenne ich, aber nachdem ich mich da drüber noch anfangs erregt habe und mein gemischt bayerisch-italienisch-englisches Autofahrerschimpfwörterrepertoir strapaziert habe (was wären wir Münchner ohne italienische Schimpfwörter?) hat mich auch hier die große Gelsaaenheit ergriffen: Musik laut – Fenster auf – Arm raus und A+++lecken!

    Hilfreich ist dabei sicherlich die Tatsache, dass ich einen fünf Meter langen und zwei Tonnen schweren Chevy Trailblazer mit 4,2L fahre. Und gleich die Antwort nach Deutschland – nein ich fühle mich dabei nicht schlecht!

    Hi Arno, nachdem ich keine Flachfliegerautos mehr fahren werde sondern bei Panzer bleibe besteht eine Chance auf zumindest 50 Tage. Man wird sehen🙂

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